vor 9 Jahren
30. November 2011
zwiesprache mit dem mond
ich habe oft die katzen beobachtet, wie sie ihre liebe dermaßen in gleichgültigkeit verkleiden, dass es einem die sprache verschlägt
wusstest du, dass ihr schnurren knochen stärkt, weil es die moleküle zusammenschiebt? mein kater sitzt jeden abend da und schnurrt mir die knochen zu beton, aber glaub' nicht, dass er das auch nur einer seele verraten würde. der tiger sieht mich an und vergöttert mich, und doch bin ich ihm völlig gleich
diese anmut werden so einer wie du und so einer wie ich niemals erreichen, verlass' dich drauf
aber eins
du kennst doch diesen augenblick, in dem jemand eine einsame gasse entlanggeht
und nur das knirschen seiner sohlen von den mauern zurückgeworfen wird
nun, unter uns beiden
manchmal könnt' ich mir keine schönere musik vorstellen
16. Oktober 2011
10. September 2011
nachschub für die zelluloidschatztruhe
du gehst jetzt sofort nach hause, klappst deine fotoalben auf und suchst alle momente heraus, in denen du absolut im reinen mit der welt warst
komm' mir nicht mit weniger als zwanzig fotos wieder oder du gehst dir ein leben suchen, keine widerrede
komm' mir nicht mit weniger als zwanzig fotos wieder oder du gehst dir ein leben suchen, keine widerrede
hier verstand ich es, zum allerersten mal
unbezahlbar, dass wir uns nicht umdrehten
kann man besser der schatten seiner eigenen vergangenheit sein
ICH GLAUBE NICHT
8. Juli 2011
5. Mai 2011
gibst du auf? ich kann es nicht sagen, denn der schatten deines schlapphutes kriecht, zärtlich fast, dir den nasenrücken herab. nicht mal vor deiner lieblichen nasenspitze macht er halt, und du, du verharrst nur. hinter dir siebt ein gitterzaun das letzte sonnenlicht und fast ist's mir, als seien wir die letzten beiden menschen, nur noch du und du und ich, und du.
sieh', der metropole heißer atem schiebt flimmernd sich durch straßenzüge!
neugierig streift er jede silhouette, doch eine nach der anderen steht stumm nur den asphalt kaputt. versuchst du noch, ihnen die sonnenbebrillten geheimnisse zu entlocken? zeichnest du noch makel auf ihre makellosen fassaden?
gib' auf. lächelnd wirst du scheitern, und dann geh'n sie fort.
sieh', der metropole heißer atem schiebt flimmernd sich durch straßenzüge!
neugierig streift er jede silhouette, doch eine nach der anderen steht stumm nur den asphalt kaputt. versuchst du noch, ihnen die sonnenbebrillten geheimnisse zu entlocken? zeichnest du noch makel auf ihre makellosen fassaden?
gib' auf. lächelnd wirst du scheitern, und dann geh'n sie fort.
18. April 2011
11. März 2011
8. Februar 2011
mr. robot sagt
sie finden beträchtlich
viele laute wörter
für so etwas leises,
schauen bekittelt
durchs schaufenster
und überlegen sich,
wie es ist,
das zu schmecken, was sie sehn
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